Unberechenbarkeit ist ein Überlebensvorteil
Wer sich in einfacher Weise z.B. reflexgesteuert oder triebgesteuert immer wieder gleichförmig verhält, macht es anderen leicht sein Verhalten vorauszusagen und auszunutzen. Bären in Kanada haben z.B. gelernt, dass immer zur gleichen Zeit die Lachse flussaufwärts ziehen und durch fast nichts daran gehindert werden Stromschnellen durch Sprünge zu überwinden. Die Bären brauchen sich nur an der richtigen Stelle aufzustellen und die Lachse in der Luft wegzufangen. Wer überleben will muss also entweder in großen Mengen auftreten, wie die Lachse oder unberechenbares Verhalten entwickeln, wie die sogenannten höheren Lebewesen. Sie haben im Lauf Ihrer Entwicklung zu fast jedem Trieb auch eine Triebbremse entwickelt, wie z.B. Angstgefühl. Das verhindert, dass sie sofort und unbedacht spontan einer Verlockung folgen. Bei der Entwicklung zum Menschen wurde dies verfeinert, z.B. durch Ablenkung hin zu möglichen größeren Verlockungen in der Zukunft ( Karriereaussichten ), was uns befähigt auf die unmittelbare Triebbefriedigung zu verzichten. Diese Balance der Kräfte ( s.a. https://filfys.twoday.net/stories/4545408 und https://filfys.twoday.net/stories/1874205 ) gibt dann die Möglichkeit dass das eigene Verhalten durch minimale Handlungsimpulse gesteuert werden kann. Die Evolution brauchte dann nur noch einen kleinen Zufallsgenerator zu entwickeln, um hin und wieder ein Verhalten zu ermöglichen, das von der Norm abweicht und so das eigene Verhalten unberechenbar macht. Solch ein Zufallsgenerator könnte z.B. die strukturelle Unruhe einzelner Moleküle sein.
Andererseits wünschen wir aber, dass andere sich berechenbar verhalten, weil das das Zusammenleben in der Gruppe sehr erleichtert. Lebewesen, die sich absolut chaotisch verhalten, können keine Partnerschaft eingehen, weil der Partnerschaftsvorteil u.a. auch in einer gewissen Verlässlichkeit und damit in einer gemeinsamen Effizienzsteigerung besteht. Wir haben im Verlauf der Evolution gelernt, Gesetzmäßigkeiten im Verhalten anderer zu erkennen, so dass zwar im Einzelfall immer Überraschungen auftreten können, aber bei mehreren Versuchen die Chance steigt, das Verhalten anderer im Mittel vorauszusagen und sich darauf einzustellen. Insofern ist nicht nur etwas Unberechenbarkeit ein Überlebensvorteil sondern auch das Wahrnehmungsvermögen für Gesetzmäßigkeiten. Diese Eskalation der Fähigkeiten geht immer weiter. Die Wissenschaft versucht das menschliche Verhalten möglichst gut vorauszusagen und viele von uns versuchen dieser Transparenz möglichst zu entgehen, indem sie z.B. die Intimität ihrer Daten zu schützen versuchen.
Andererseits wünschen wir aber, dass andere sich berechenbar verhalten, weil das das Zusammenleben in der Gruppe sehr erleichtert. Lebewesen, die sich absolut chaotisch verhalten, können keine Partnerschaft eingehen, weil der Partnerschaftsvorteil u.a. auch in einer gewissen Verlässlichkeit und damit in einer gemeinsamen Effizienzsteigerung besteht. Wir haben im Verlauf der Evolution gelernt, Gesetzmäßigkeiten im Verhalten anderer zu erkennen, so dass zwar im Einzelfall immer Überraschungen auftreten können, aber bei mehreren Versuchen die Chance steigt, das Verhalten anderer im Mittel vorauszusagen und sich darauf einzustellen. Insofern ist nicht nur etwas Unberechenbarkeit ein Überlebensvorteil sondern auch das Wahrnehmungsvermögen für Gesetzmäßigkeiten. Diese Eskalation der Fähigkeiten geht immer weiter. Die Wissenschaft versucht das menschliche Verhalten möglichst gut vorauszusagen und viele von uns versuchen dieser Transparenz möglichst zu entgehen, indem sie z.B. die Intimität ihrer Daten zu schützen versuchen.
filfys - 4. Jan, 14:02
Da funzt wohl der Zufallsgenerator nicht ;)...
Viele Grüße
Aurisa